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1. Mai: "Tag der Arbeit" sollte "Tag der Würde" sein

Sebastian Alscher

Seit weit über 100 Jahren protestieren weltweit Arbeiter für ihre Rechte. Nach Ansicht von Sebastian Alscher, dem Spitzenkandidat der Piratenpartei Hessen, hat sich dieser Feiertag überlebt. Der "Tag der Arbeit" sollte nach seiner Meinung zum "Tag der Würde" werden. Alscher weiter:

»Immer noch kämpfen Menschen für ein überholtes Ziel: Gut bezahlte Arbeitsplätze. Dabei wäre ein anders Ziel viel erstrebenswerter: Ein Leben in Würde. Dieses sogar im Grundgesetz verankerte Recht wird seit Jahren mit Füßen getreten. Und wer war federführend beim Abbau des Sozialstaates? Ausgerechnet eine Partei, die sich selbst als ›sozial‹ bezeichnet, hat vor über einem Jahrzehnt mit den Hartz-Gesetzen dem Sozialstaat mehr Schaden zugefügt, als jede andere Partei zuvor. Vom Pauschalverdacht gegen jeden Bedürftigen über eine totale Offenlegung der finanziellen Verhältnisse, und das nicht nur von der betroffenen Person, bis hin zu Kürzungen von Sozialleistungen unter das Existenzminimum - all das verdanken wir der SPD und den Grünen.

Aber auch die nachfolgenden CDU-geführten Regierungen haben nichts daran geändert. Wir Piraten fordern, den in Deutschland mehr als vorhandenen Wohlstand endlich wieder gerecht zu verteilen. Die Zeit für ständige minimale Anpassungen, die oft erheblich mehr Aufwand produzieren als wirklich zu helfen, ist vorbei.

Die immer wieder beschworene Digitalisierung der Arbeitswelt darf nicht dazu führen, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Denn genau darauf läuft die aktuelle Politik hinaus. Und egal was die sogenannten Volksparteien versprechen - sie hätten längst die Weichen stellen können.

Wir Piraten fordern die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Ohne wenn und aber. Nur so kann Leben in Würde ermöglicht werden. Ich gehe fest davon aus, dass durch den Wegfall des Zwangs zur Arbeit unter miserablen Bedingungen die Löhne vor allem in heute schlecht bezahlten Jobs steigen werden. Dies wird zu einer Stärkung der Kaufkraft führen und so den Reichtum von allen mehren.

Wenn dann in einigen Jahrzehnten nur noch Roboter arbeiten, können wir uns entspannt zurück lehnen und ihnen beim Arbeiten zuschauen. Und unseren Enkelkindern erzählen wir, wie es früher war, als wir jeden Tag arbeiten gehen mussten.«

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