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Wir wollen Wahlkampf im Sinne der Piratengrundwerte

Persönliche Stellungnahme der Piraten des Hessischen Vorstandes

Am letzten Wochenende fand in Leipzig ein Strategie-Barcamp statt, zu dem der Bundesvorstand der Piratenpartei Deutschland alle Landesverbände eingeladen hatte. Dort sollte die Strategie des anstehenden Bundestagswahlkampfes festgelegt werden.

Kristos Thingilouthis, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Hessen, kommentierte die Ergebnisse mit klaren Worten "Die Strategie des Bundes ist Scheiße. Welche Aussenwirkung sollen wir haben, wie wirkt sich Kleidung aus, welche Wirkung haben Farben, wie bringen wir Köpfe nach vorne - das sind doch keine Fragen für Piraten!
Wir müssen etwas eigenes machen, denn wir stehen für Inhalte und Positionen, die Menschen überzeugen sollen und nicht für Marketinginstrumente wie Zielgruppenanalysen."

Statt "Köpfe mit Themen", wie es seitens des Bundesvorstandes propagiert wird, verstehen sich die Hessischen Piraten als wertekonservativ im Sinne der ursprünglichen Piratenidee. Dies bedeutet unter anderem, dass sie für ihren Wahlkampf rein auf "Themen statt Köpfe" setzen wollen. Hierunter ist der Verzicht auf das Positionieren von Personen in Ämtern oder vermeintliches Spitzenpersonal in der Öffentlichkeit zu verstehen. "Politik 1.0 ist mit uns nicht zu machen", so Thingilouthis weiter.
 
"Wir nehmen die Präambel des Grundsatzprogramms der Piratenpartei Deutschland ernst", so Thumay Karbalai Assad, Vorsitzender in Hessen. In dieser wird klargestellt, dass sich die Piraten in erster Linie als Teil einer weltweiten Bewegung verstehen, die diese Ordnung zum Vorteil aller mitgestalten will. "Herausragende Politikerköpfe passen so gar nicht zu einer Bewegung", stellt Karbalai Assad klar, "Das ist etablierte Politik aus antiquierten Köpfen, die keiner mehr will. Die Arbeit zu professionalisieren bedeutet nicht, schlicht das gleiche zu machen wie die Altparteien. Dafür braucht uns keiner."
 
Der Landesvorstand sieht sehr wohl das Problem, dass Menschen sich gerne mit Personen identifizieren, "Aber muss das ein Vorstand sein? Viel von der aktuellen Außenwahrnehmung der Piratenpartei, wie "Chaos-Truppe" und dergleichen, rührt von einem Unbehagen vieler Mitglieder, und dem daraus resultierenden Streit, nur eine weitere Partei im Spektrum zu werden, deren Spitzenpersonal die eigenen Themen von oben herab vorgibt und dabei die Basis und vor Allem den Bürger vergisst.", so Kristof Zerbe, Generalsekretär des Hessischen Landesverbandes.
 
Sascha Brandhoff, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Hessen warnt zudem davor den Fokus einzig auf Parlamente zu legen und stellt sich die Frage: "Wie wollen wir die Politik verändern, wenn wir uns einzig darauf verlassen, Mandate zu erringen, ohne den Menschen zu erklären, dass wir Ihnen die Entscheidungshoheit zurückgeben wollen? Momentan steuern einige Mitglieder in die gleiche Richtung wie die der etablierten Parteien, obwohl wir gegen den Wind kreuzen sollten".
 
Lothar Krauß, Schatzmeister der Piratenpartei Hessen, fordert auf: "Wir müssen uns alle die Frage stellen: Wofür machen wir das eigentlich? Warum sind wir Piraten geworden? Uns geht es darum, unsere Punkte an die Öffentlichkeit zu bringen. Durch Konzentration auf die Themen im Programm wollen wir diese wichtigen Forderungen in Zukunft durchzusetzen. Gute Wahlergebnisse sind dabei wichtig, aber nicht das Wichtigste. Mandate sind ein nützliches Mittel, aber nicht das letztendliche Ziel. Daher brauchen wir einen Wahlkampf, der Themen in den Vordergrund stellt, hinter denen die Mitglieder stehen, einen Wahlkampf, den alle mit Freude mittragen. Nur dann sind wir authentisch. Nur dann bewegen wir wirklich etwas!"
 
"Solidarität und Ehrlichkeit ist eine der Tugenden der Piraten, und dieses werden wir auch weiter verfolgen.", so Thingilouthis weiter, "Wir freuen uns auf den Wahlkampf in Hessen, denn wir sind eine Bürgerbewegung im Mantel einer Partei, die wirklich etwas verändern kann und dies auch bereits unter Beweis gestellt hat."

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Kommentare

Sozialtolerante-Partei

Superrr wichtig... das man wieder auf die Basisgrundwerte setzen sollte und diese haben vorwiegend einen sozialen linken Touch.

Das Wort liberal sollte nicht überstrapaziert werden sondern eher Toleranz und Gerechtigkeit in einem sozialen Gefüge... die Finanz- und Wirtschaftswelt hat sich daran dementsprechend anzupassen.

Satire?

"...Dies bedeutet unter anderem, dass sie für ihren Wahlkampf rein auf "Themen statt Köpfe" setzen wollen..."
Merkt ihr selbst, oder?

Ne, glaube nicht, dass die das merken ...

... schließlich geht es doch um die Darstellung ihrer Köpfe ...

jetzt aber, oder?

Super

Das bedeutet das wir unsere Werte nicht aufgeben werden, um in irgendwelche Parlamente zu kommen.
Je mehr wir uns an Politik 1.0 anpassen umso mehr gute Leute verlieren wir.

Ich finde die Idee super und stehe voll dahinter!

Lieber Landesvorstand

Also ich kann eure Motivation für diese "persönliche Stellungnahme" gut nachvollziehen. Und ich finde über viele von euch angesprochene Aspekte sollen, nein müssen wir dringend diskutieren. Aber ganz ehrlich finde ich die Art und Weise wie das jetzt passiert ist etwas irritierend:

Ihr habt auf der offiziellen Website des Landesverbands eine "persönliche" Stellungnahme, aber trotzdem in eurer Funktion als Landesvorstände (schließlich wird im Text immer wieder auf die jeweiligen Ämter, etc. hingewiesen und es ist offensichtlich kein "Piratengedanke"). Und eure Äußerungen mögen nur eure persönlichen Meinungen darstellen, die sich ganz sicher auch mit den Empfindungen von vielen Mitgliedern dieses Landesverbands decken. Aber ihr hättet an dieser Stelle eine klarere Trennung sicherstellen müssen, denn es entsteht hier meiner Meinung nach der Eindruck als hätte sich der gesamte Landesverband entsprechend positioniert. Und meines Wissens nach ist das bisher (noch) nicht der Fall.

Das entspricht irgendwie nicht dem, was ich bisher für das Selbstverständnis des hessischen Landesvorstands gehalten habe. Zumal ich eure Wortwahl an einigen Stellen z.B. "Die Strategie des Bundes ist scheiße" für dieser Diskussion wenig zuträglich halte und einige eurer Aussagen eher Unterstellungen oder Behauptungen sind. Das finde ich sehr schade, weil es durchaus an kritisch-konstruktiven Beiträgen zu den bei dem Stragie-Barcamp vorgestellten Konzepten mangelt.

--

Danke @nplhse

Danke

Ich war dabei ...

... und habe die Veranstaltung völlig anders wahrgenommen. Neben all dem, was nplhse gut auf den Punkt bringt will ich daher meiner Verwunderung über Eure tendenziöse und m.E. bewusst verzerrende Darstellung Ausdruck geben.

Liest man Eure ersten Zeilen bekommt man den Eindruck, dort wäre nicht mehr bei rübergekommen, als oberflächlicher Schwachsinn zu Kleidung und Haarfarben. Das entspricht einfach nicht der Wahrheit. Es wurden eine Menge sehr guter Ansätze gebracht.

So waren neben anderem gegen Ende die Mehrzahl darüber einig, dass wir unseren Wahlkampf an einem starken Begriff aufhängen könnten, den wir dann durchdeklinieren. Das ist eine strukturell starke Idee. Als Begriffe wurden gehandelt:
.NeuStart
Aufklärung
KursKorrektur>>
- Bildung
- Korruption
- Bürgerbeteiligung
- usw. usf.

Außerdem befremdet mich an Eurem Artikel, mit welcher Wucht, ja Macht Ihr mit Euren Köpfen hier versucht Dominanz herzustellen. Ein Einfaltspinsel, der hier den Machtkampf nicht riecht. Und wisst Ihr was: Euer Machtkampf ist mir peinlich und ansonsten total egal. Denn er ist JETZT nicht das Wichtigste. Auch wenn jeder, der gerade kämpft, immer meint, sein Kampf sei gerade das Allerwichtigste. Das liegt an den tiefer liegenden Gehirnstrukturen, die bei Erregung zum Zuge kommen ... Und Kristos, Du weißt, ich schätze Dich sehr. Du warst vor Ort. Warum hast Du dort denn nichts gesagt?!

Aktuell geht es um etwas völlig anderes. Nämlich darum, so viele von uns wie möglich zur eigenen Erkenntnis zu bringen, Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen, um diesen Wahlkampf volle Breitseite zu führen. Da sind mir doch die Führungskämpfe egal. Ich kann sie ja doch nicht entscheiden! Aber wenn 30.000 jeden Tag online gehen und in allen Foren zu unseren Themen aktiv sind, jeden Tag einen Blog-Beitrag, einen Kommentar, einen Facebook, Twitter whatsoever-post schreiben - dann, dann passiert etwas ungalubliches: All Hands on Deck - Alle Piraten ins Internet und kämpft Schwestern und Brüder, kämpft, überzeugt, argumentiert, seid klug, respektvoll und kompetent. Lasst uns die Nichtwähler an die Urne holen. Mehr dazu: http://youtu.be/z0JGee8AHYM

...

Ich kann ja verstehen, wenn man am extern sogenannten Richtungswechsel kritik übt und ich teile in einigen Punkten eure Meinung. Aber dieser Text ist schwach, weil ihr auf banal vereinfachte Extreme reduziert, anstatt ins Detail zu gehen und den Versuch zu unternehmen, die "andere Seite" zu verstehen oder gar über Kompromisse nachzudenken. Das Ganze garniert mit einleitendem Kraftausdruck. Genau das ist es, was uns nach außen zur Chaos-Truppe macht.

DANKE .. Landpirat

DANKE .. Landpirat

Warum dieses Statement so irgendwie nen Geschmack hat:

Hallo liebe Interessierte,

ich finde es super, dass sich der hessische Vorstand mit den Vorbereitungen zur Bundestagswahl auseinandersetzt, denn die BTW wird ja auch Auswirkungen auf unsere Landtagswahl haben, da ja alles am selben Tag in den selben Wahlkabinen stattfindet.

Das war meine erste Reaktion auf den Text, der ja offensiv auf allen Kanälen verbreitet wurde.

Schon in dieser kleinen Annahme von mir stecken aber 2 gravierende Fehleinschätzungen!

1. es soll anscheinend überhaupt kein Text des LaVors sein, sondern der Text von 5 besorgten Piraten. Das geht aus dem Text jedoch in kleinster Weise hervor. Da wird am Anfang zwar geschrieben, es sei eine persönliche Reaktion der genannten Personen, aber immer wieder der Titel des Amtes dazu genannt, wenn auch nur ein O-Ton da ist.

2. es wird sich nicht mit den Vorbereitungen zur Bundestagswahl auseinandergesetzt. (Sic!) Denn die Vorbereitungen sind zum Beispiel die Layout-Vorschläge, die gerade im LQFB und in der Öffentlichkeit zur Diskussion und zur Abstimmung bereit stehen. Alles andere sind Aussagen von BuBernd oder Nerz, die natürlich auch zu diskutieren sind und die man durchaus kontrovers sehen kann und sollte, aber das hat nur bedingt was miteinander zu tun. Auch das kommt nicht aus dem Text heraus, im Gegenteil wird ALLES über einen Kamm geschert.

Nun war das erst eine oberflächliche Einschätzung, denn wenn man den Inhalt des (ja was ist es denn nun? Piratengedanke, Vorstandsbrief, Brandbrief, Pressemitteilung, Blogbeitrag?!) anschaut wird's widersprüchlich!

Der stellvertretende Vorsitzende kommentiert "Die Strategie des Bundes ist Scheiße." Er sagt nicht "Ich finde das Scheiße", "Die Strategie kann man so nicht lassen (gehört verändert, geht gar nicht etc.)"

Da Frage ich mich, WAS IST DENN DAS FÜR EIN TON?!

Egal wen man irgendwie nicht mag, oder ob man die Idee gar nicht unterstützen kann, gar was ganz anderes machen möchte oder für gut heißt. Es geht nicht, dass man Menschen, die evtl das gleiche Langzeitziel haben (ja diese Option ist auch noch möglich) und dies auf einem anderen Weg zu erreichen glauben, so vor den Kopf stößt und ihre Arbeit und ihre Gedanken, die sie auf dem Weg geleistet haben, für nichtig und "SCHEISSE" erklärt.

Dann wird die Präambel zitiert, um zu beweisen, dass ausschließlich der Weg "Themen statt Köpfe" für uns möglich ist.

Argumentiert wird mit "herausragende Politikerköpfe passen so gar nicht zu einer Bewegung".

Abgesehen davon, dass ich es auch nicht gut finde, wenn unsere Vorstände allein die Partei in der Öffentlichkeit repräsentieren würden, ist die Argumentation nicht schlüssig. Man schaue auf andere (Bürger-)Bewegungen in Deutschland und der ganzen Welt und wenn ich das so resümiere, sehe ich bei den meisten mir bekannten Bewegungen sogar eine einzige Leitfigur an der Spitze, nach der sich alle sehnen. DAS möchte ich nicht haben ;-)

Und dann kommt ein Absatz, den ich gerne unterschreiben würde, der aber im Kontext leider unter zu gehen droht:

Wenn Kristof nämlich den Versuch zu starten scheint, zwischen dem radikal ablehnenden Ton des Gesamttextes und der Fragestellung des Bundes, die zu den Aussagen der letzten Wochen geführt hat, zu vermitteln, indem er sagt, die Problematik ist berechtigt, dass die Menschen (tm) sich mehr mit Personen statt mit Themen identifizieren, aber muss es denn unbedingt der Kopf des Vorstandes sein, der das lösen soll?!

Nunja, wie ich die Tendenz der Diskussion allgemein sehe, hätte der BuVo sowieso keine Chance sich als alleiniger Repräsentant der Partei zu etablieren, wenn sie es denn überhaupt vor hätten. Vielmehr ist die Rede von bestimmten Menschen, die für einzelne Themenfelder sprechen. Also warum die Aufregung, man hat "Köpfe" deren Beauftragung man im Falle von "megafail" austauschen kann aber hat einen Vorstand, der weiter mehr organisatorisch statt repräsentativ arbeitet.

Der Abschluss, mit dem Aufruf zu mehr Solidarität von Kristos (ja, der mit dem "das was ihr macht ist Scheiße" am Anfang), klingt versöhnlich, doch wenn es das sein soll, was sollte der Text dann? Zeigen, dass man da ist und was man als 5 von über 2000 hessischen Piraten zu sagen hat, oder was man als 5 Vorstände zu sagen hat.

Wenn es letzteres war, dann prangert ihr etwas an, was ihr selbst tut, wenn es ersteres war, dann hättet ihr wenigstens versuchen können, eure anderen Piraten aus Hessen mit einzubinden.

Wir haben nämlich auch eine Meinung und unsere Themen und wollen nicht nur von einzelnen Köpfen bevormundet werden. (ja, ihr habt nur als Privatpersonen geschrieben, doch so kommt es eben nicht nach außen an mit dem von euch gewählten Mitteln)

Liebe Grüße und gute Nacht

Manuel Wüst / Piratenflöte

Danke Manuel!

Da bin ein gleich stolz auf unseren Kreisverband. Weiter so differenziert und reflektiert. Tolles Beispiel. Copy & paste!

Hmm...

Inhaltlich stimme ich dem Text zu. Die Kritik an der Verknüpfung von Vorstandrollen und verbaler Entgleisung teile ich ebenfalls.

Es bleibt, dass ich mich freue, dass immer mehr Piraten erkennen, dass wir in die Richtung von Altparteien gedrängt werden. Gedrängt durch Medien- und Politikwissenschaftler, durch Analysten und solchen, die es gerne wären und durch einfache Piraten, die Problem haben, für die Ziele der Piraten einzustehen.

Es wird Zeit aufzustehen und aktiv die Menschen an den Infoständen, in Diskussionen und auf Stammtischen von Grundgedanken und Werten zu überzeugen. Eben die Priatenidee wieder voran zu bringen.

Es wird Zeit das Argument "der kommt beim Wähler nicht an" zu überdenken. Kommt der Kandidat bei mir an, sollte man sich auf Aufestellungsversammlungen lieber fragen - damit wir wieder glaubhaft werden!

Dummschnacker haben wir leider zuviele. Es lassen sich immer noch zu viele Piraten von Namen, Rang, Beruf, Pseudokompetenz und Auftreten blenden.

Hmm...

Inhaltlich stimme ich dem Text zu. Die Kritik an der Verknüpfung von Vorstandrollen und verbaler Entgleisung teile ich ebenfalls.

Es bleibt, dass ich mich freue, dass immer mehr Piraten erkennen, dass wir in die Richtung von Altparteien gedrängt werden. Gedrängt durch Medien- und Politikwissenschaftler, durch Analysten und solchen, die es gerne wären und durch einfache Piraten, die Problem haben, für die Ziele der Piraten einzustehen.

Es wird Zeit aufzustehen und aktiv die Menschen an den Infoständen, in Diskussionen und auf Stammtischen von Grundgedanken und Werten zu überzeugen. Eben die Priatenidee wieder voran zu bringen.

Es wird Zeit das Argument "der kommt beim Wähler nicht an" zu überdenken. Kommt der Kandidat bei mir an, sollte man sich auf Aufestellungsversammlungen lieber fragen - damit wir wieder glaubhaft werden!

Dummschnacker haben wir leider zuviele. Es lassen sich immer noch zu viele Piraten von Namen, Rang, Beruf, Pseudokompetenz und Auftreten blenden.

Viel Lärm um nichts

Diejenigen, die nun gegen den hessischen LVOR anschreiben und sich selbst Mandate erhoffen, sollten sich bewusst sein, dass die Piratenpartei eine Protestpartei ist, der von den Etablierten ganz geschickt der Wind aus den Segeln genommen wurde. Nun sitzt ihr alle im selben Boot und zerfleischt euch gegenseitig, während die Etablierten sich ins Fäustchen lachen.
Ob ihr euch nun zerfleischt oder nicht, ihr habt keine Chance in das Parlament einzuziehen, da es wie in Niedersachsen auf einen Lagerkampf hinausläuft, ihr programmatisch leider keine echten Alternativen dazu bieten könnt, ihr den Medien hinterhergelaufen seit und das Programm aufgebläht habt und zudem das Protestpotential diesmal vor der Wahl fast gleich null ist.

Ihr habt niemanden den man wählen könntet

Deswegen die Fokussierung auf Themen. Ich sage max. 2% voraus.

Barcamp

Es geht bei "Themen mit Köpfen" nicht darum, dass irgendwelche
Vorstände die Partei repräsentieren. Welcher Kopf welche Inhalte präsentiert
oder verkörpert ist auch egal, hauptsache mit Herz und Verstand, engagiert
und fordernd. Inhalte über Gesichter, sprich über Menschen zu transportieren
ist wichtig, weil es die Empfangsbereitschaft und nachhaltige Verankerung
im Bewußtsein des Empfängers, die Identifizierung mit den Inhalten erleichtert und fördert.

Es sollen über Köpfe die Inhalte transportiert werden und nicht über Inhalte
irgendwelche Köpfe gefeatured werden.

Insofren ist die Besinnung auf bestimmte Inhalte sehr wichtig, doch genauso
benötigen wir Köpfe, die diese Inhalte kommunizieren.

Es geht nicht nur um Inhalte, es geht auch um die Form, das Verkaufen bzw, das Vermitteln.

Gruß Baharry

Wunderful

Einverstanden - danke.
Jott Oh

Herzlichen Glückwunsch ...

... schon lange nicht mehr etwas so geistreiches gelesen. Jetzt werde ich euch ganz sicher erst recht wählen!

Dieser Text macht einfach ein weiteres Mal deutlich: Ihr habt den Knall nicht gehört.
Ihr seid euch immer noch nicht bewusst, dass jeder einzelne von euch eine Verantwortung trägt - oder ihr seid schlicht nicht bereit, sie zu tragen und euch entsprechend zu verhalten. Welche dieser beiden Möglichkeiten schlimmer ist, weiß ich auch nicht.

"Der Klassenkampf geht in Gruppenwichsen über! Wir machen alle Party!"

Wo gibt es die strategischen Vorschläge zum Nachlesen?

Ahoi,
Nachdem ich die heftige Kritik und die vielen unterschiedlichen Kommentare zu einzelnen "Reizwörtern" gelesen habe, würde ich die Strategie nun mal selber lesen. Wo kann ich sie denn nachlesen oder die Vorschläge dazu?

Bevor ich jetzt auch noch kommentiere würde ich gerne das Kritisierte im O-ton lesen. Wurde wirklich eine strategische Kleiderordnung vorgeschlagen oder wurden nur versucht, den Teilnehmern klar zu machen, dass es Dinge gibt, die im Straßenwahlkampf die Diskussion um Themen blockieren. Ein zuspitzendes Beispiel wäre, dass, wer im Wahlkampf nackt auftritt, damit rechnen muss, dass mehr über seine Nacktheit diskutiert wird als über seine Themen.

Also, freue mich auf das Strategie"Papier" im Original und kommentiere dann vielleicht doch noch.

Mit den besten Wünschen
jo

Die Orginal quellen (im Auszug)

Dies ist der "eigentliche" Neustart Vortrag
http://www.youtube.com/watch?v=5I3g7E4JT3Q#t=5h36m30s
Etwas bei dem ich als "autonomer Dorfpirat" zustimmen und mitgehen kann

Etwas länger
http://www.youtube.com/watch?v=H75qZe0S1Q8
Zunächst wird ca. eine Stunde über Wahlprüfsteine geredet - meiner Meinung nach informativ und produktiv
Dann geht es im Slot von Bernd und Jens ca 2 Stunden lang, darum wie eine konsequente Strategie aussehen kann, die nicht unbedingt "Neustart" ist.
Und das schreckt mich passagenweise doch sehr stark ab, selbst wenn ich die innere Logik des Vorschlags durchaus schätze. Ob ich mein eigenes Verhalten innerhalb und ausserhalb der Partei so konsequent gestalten will, weiß ich noch nicht, selbst wenn ich einzelne Anregungen teilweise annehmen sollte.

Ich kann jeden Basispiraten verstehen, der da ersteinmal "Scheisse" sagt. Vorstände bitte ich um die ihrem Amt angemessene Zurückhaltung.

@Rudi

Danke, sehr hilfreich. Ich höre es mir gerade an.
Beste Grüße
jo

Bundestagswahlkampf

Hallo.
Ich weiß ja nicht welche Laus dem Autor durchs Gehirn gelaufen ist, aber der Artikel ist nicht nur dem Ton nach sondern auch dem Inhalt nach nicht das, was ich erwarte, wenn ich den Bildungsquerschnitt einer Piratenpartei berücksichtige.
Es ist keine Scheiße, wenn ich innerhalb geschäftsmäßiger Zirkel geschäftsmäßige Kleidung fordere. Ich möchte innerhalb der Arbeit im Bundestag Geschäftsleute erreichen. Diese Geschäftsleute erreiche ich nur, wenn ich geschäftsmäßig auftrete. Das heißt nicht nur, daß ich in angemessener Weise kommuniziere, sondern auch, daß ich in angemessener Weise erscheine. Schließlich brauche ich im Parlament Mehrheiten, die die Piraten als Neulinge nicht so einfach erheischen können. Die Piraten sind neu im Parlament, sie müssen erst einmal ernst genommen werden. Damit dies geschieht, muß jeder Parlamentarier der Piraten im Wahlkampf und im Bundestag beweisen, daß er sich als Geschäftsmann innerhalb der Geschäftswelt bewegen kann. Das kann der Pirat aber nur, wenn er nicht als Subkultur erscheint sondern als Kultur. Die Kultur innerhalb der Geschäftswelt ist, global, das heißt in jedem Land der Welt ( vielleicht mit Ausnahme Saudi Arabiens, die Tragen Jellaba ), Anzug bzw Kostüm oder Hosenanzug. Das hat jeder Pirat zu akzeptieren. Ich weiß ja nicht wie alt der Autor, Kristos Thingilouthis, ist, aber ich sehe mich da selbst wieder, so mit 20, 25 Jahren. Ich selbst hab' ne Weile gebraucht.
Kleidung dient auch der Generierung von Macht und die bringt Stimmen. Das nur nebenbei.
Den größten Unsinn den ich allerdings las ist dies: "Herausragende Politikerköpfe passen so gar nicht zu einer Bewegung", stellt Karbalai Assad klar, "Das ist etablierte Politik aus antiquierten Köpfen, die keiner mehr will. Die Arbeit zu professionalisieren bedeutet nicht, schlicht das gleiche zu machen wie die Altparteien. Dafür braucht uns keiner."
Jetzt ist die Frage, wollen die Piraten Bewegung sein oder als Partei in ein Parlament? Wollen die Piraten in ein Parlament, in ein Politik treibendes Organ, in den Bundestag als höchstes Poltik machendes Organ der Bundesrepublik Deutschland? Dann sollten die Piraten sich überlegen, ob sie für solch ein Amt nicht doch herausragende Politikerköpfe brauchen. Kein Mensch käme auf die Idee irgendien eine Pfeife auf mit Jeans und Turnschuhe, die politisch völlig unbedarft ist aber piratengefällig aussieht auf den Stuhl eines Bundeskanzleramtes zu setzen. Ein herausragender Politikerkopf ist eine qualifizierte Führungskraft, die jede Partei sucht und gerne bezahlt für sich arbeiten läßt und kein "Mensch den keiner mehr will". Oder wollen die Piraten eine Gestalt wie

Wonderful.
Einverstanden-danke.
Jott Oh

auf dem höchsten Sitz der deutschen Politik sehen?? Am besten mit Kommunikation in Grunzlauten!!!
( Vielleicht dachte Jott Oh auch Oh Gott, oh Gott !!! )

Bei dieser Argumentation brauche wir keien Feinde mehr. Andere Politik zu machen heißt nicht, Freizeitkleidung im Geschäftsalltag zu tragen. Es gibt Menschen in Anzügen die diskutieren geldfreie, nicht monetäre Gesellschaftsformen und die Möglichkeiten der Durchsetzung. Beispeile revolutionärer Politik trotz einhalten der Kleiderordung.

Letztendlich ist der Artikel pubertäres Geschwätz. Artikel dieser Art schaden der Partei und sollten nicht veröffentlicht werden. Auch, wenn sie von Führungsköpfen der Landesverbänden geschrieben werden.
Etwas, das mich am meisten irritiert.

Mit freundlichen Grüßen
Friedrich Bier ( Pirat-Hessen )

Wunderful

@ Friedrich Bier
"Oder wollen die Piraten eine Gestalt wie
Wonderful.
Einverstanden-danke.
Jott Oh
auf dem höchsten Sitz der deutschen Politik sehen?? Am besten mit Kommunikation in Grunzlauten!!!
( Vielleicht dachte Jott Oh auch Oh Gott, oh Gott !!! )"

Ahoi Pirat Friedrich,
bisher kandidiere ich noch nicht einmal für den Bundestag, aber danke, dass Du mich schon im höchsten Sitz der deutschen Politik siehst (wenn vielleicht auch als Risiko). Ich denke noch mal darüber nach, ob ich nicht doch noch kandidieren sollte.
Mein oben zitierter Kommentar bezieht sich übrigens nicht auf den Originalbeitrag, auch nicht auf das Thema Kleidung, welches ja wohl Dein Hauptbeitrag ist, sondern erklärt mein Einverständnis mit dem Diskussionsbeitrag von Baharry zum "Barcamp". Sein Beitrag wiederum bezieht sich auf die Diskussion über 'Themen statt Köpfe' oder 'Themen mit Köpfen'. Dies ist der Grund, warum mein Beitrag eingerückt erscheint.

Ich sehe mich von Dir also in einem völlig falschen Kontext dargestellt.

Viele Grüße
jo (daher das Jott Oh als nickname)

Die persönliche Stellungnahme - revisited

Wer gerade noch etwas Zeit findet im allgemeinen Gedrängel um die Deutungshoheit der persönlichen Stellungnahme des LVor's:

http://kiko.io/die-personliche-stellungnahme

Wahlkampf aber wie

Das ist für mich eine Wiederholung (siehe :http://blog.sinegravitate.de/die-neophobie-der-piraten).

Hessen ist scheinbar überall bei den Piraten

Die Wiederholung:

Wenn man etwas verändern will, muss man besser sein.

Das Wahlvolk hat

a) mit Behördenstrukturen zu tun.

Aufgabe: Schafft in den eigene Reihen ähnliche Strukturen. Nehmt dazu Mitglieder, die sich zutrauen Analysen zu erarbeiten. Wenn das geschafft ist, seid ihr der erste "Gesellschafts-Behörden-TÜV" der Bundesrepublik Deutschland. Auf Basis der erfassten Fakten macht ihr Veränderungsvorschläge. Ersteinmal in den eigenen Reihen "abklopfen mit Entscheidungen". Dann geht es an das Wahlvolk und die "Kerne" die dann entstehen steckt ihr in den" Boden" der jeweiligen bundesrepublikanischen Wahl.

Das Wahlvolk schaut

b) auf den Staat, dem "Onkel der etwas zu verschenken hat".

Aufgabe: Spezialisten von euch, immer mit den gleichen Mediengesichtern (wichtig für das Wahlvolk- ihr werdet an den Gesichtern wiedererkannt und nicht am "Papier"), nehmen sich diesen "Katalog" vor. Dann der gleiche Ablauf.Parteimeinung-Wahlvolkmeinung.

Das Wahlvolk verlangt

c) dann von Euch die abgestimmten VERÄNDERUNGEN aus a)+b) LOYAL umzusetzen. Wer aus "Basisdemokratischen Gründen" das Wort Loyalität nicht verinnerlicht hat ist falsch am Platz.

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