»Jeder Bonsai-Baum bringt mehr Wachstum als Kassel-Calden« - Piraten befürchten Abkehr vom Konzept Passagierflughafen

Bonsai

Ein Artikel des Kreisverbands Kassel

Zur Eröffnung des Flughafens Kassel-Calden sieht die Piratenpartei Kassel ihre Befürchtungen bestätigt. Ein wirtschaftlicher Betrieb des Flughafens scheint in weiter Ferne, es fehlt das Interesse der Fluggesellschaften und für die Verkehrsanbindung gibt es keine überzeugenden Lösungen. Angesichts der zu erwartenden erheblichen Defizite befürchtet die Piratenpartei, dass die Projekt-Verantwortlichen und Gesellschafter in Stadt und Landkreis kurz- bis mittelfristig das Konzept eines Passagierflughafens in Frage stellen und eine Nutzung für den Frachtverkehr einleiten werden.

»In dieser Form brächte jeder Bonsai-Baum der Region mehr Wachstum als der Fluchhafen«, so Volker Berkhout, Bundestagskandidat der Piratenpartei Hessen. »Jetzt können wir nur abwarten, wann sich die Kommunalpolitiker von den irrwitzigen Versprechungen zum Flughafen verabschieden und offen sagen, dass es bei Kassel-Calden auch ganz wesentlich um den Frachtverkehr geht, und zwar auch nachts. Die Bürger haben soviel Ehrlichkeit und Transparenz verdient.«

Die Piratenpartei Kassel will vermeiden, dass die Stadt und der Landkreis Kassel auf unabsehbare Zeit die Verluste des Betriebs tragen und durch öffentliche Mittel subventionieren müssen und fordern sie auf, den Vertrag über die Flughafen Kassel GmbH zu kündigen und aus der Flughafengesellschaft auszutreten.

In ihrem Kommunalwahlprogramm hatte die Piratenpartei Kassel eine Kooperation mit dem Flughafen Paderborn vorgeschlagen statt in Nordhessen eine Konkurrenz zu den Ostwestfalen aufzubauen. Zudem hatten die Piraten erst jüngst das Wirtschaftsministerium aufgefordert, die unter Verschluss gehaltene Studie zur Nordtangente zu veröffentlichen.

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