Mitten in der Krise will die hessische Landesregierung nun den Rotstift im Bereich von Kultur und Bildung ansetzen. Nach der Bekanntgabe der Kürzungen im Bildungsetat für 2011 ist die Empörung groß, denn es sollen ca. 45 Millionen Euro in diesem Bereich eingespart werden.
Da die Haushalte der Schulen auch jetzt schon durch den Wegbruch der Kommunalsteuern belastet sind, wird eine weitere Einsparung am Budget höchstwahrscheinlich gravierende Auswirkungen auf den Lehrbetrieb haben. Die Piratenpartei Hessen fordert, diese Pläne möglichst schnell fallen zu lassen.
"Unsere Hochschulen stehen immer noch vor dem Problem, bestehende Fehler bei der Umsetzung der Bologna Reformen zu beseitigen. Gleichzeitig stümpert die hessische Regierung mit der 'Unterrichtsgarantie Plus' weitere Probleme an die Schulen," so Ralf Praschak, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Hessen. "Das gesamte Schulsystem bedarf grundlegender Reformen, zu deren Umsetzung finanzielle Mittel bereits vor den angekündigten Kürzungen fehlen. Vom notwendigen Willen ganz zu schweigen. Dabei ist gerade Bildung eine Investition in die Zukunft, an der nicht wiederholt voreilig der rote Stift angesetzt werden darf."
Kommentare
Kürzung zur Förderung von Zwei-Klassen-Bildung
Bundesweit gibt es viele Pilotprojekte die zeigen wie Bildung gehen kann. Viel Zeit und Geld wird darauf verwendet. Doch wo bleibt die Umsetzung? Mit dieser Kürzung wird dies wohl nicht mehr verwirklicht. Zeit, Geld und Engagement in das neugeschaffene Finanzierungsloch geschmissen.
So geht es nicht liebe Landesregierung. Nicht jeder hat das Geld seinem Kind qualifizierte Bildung in privaten Schulen zu finanzieren.
Ich sehe schwarz für die Bildung meiner Kinder.
Hessen denkt an Eure Kinder! Klar zum ändern!
Herbert Förster
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