"Das Urteil war ein glasklares Signal nach Berlin und nach Brüssel. Ein verdachtsloses Bespitzeln aller in Europa lebenden Menschen ist nicht mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar", kommentiert Ralf Praschak, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Hessen, die Entscheidung aus Karlsruhe.
Heute fand vor der Staatskanzlei in Wiesbaden eine Demonstration der Piratenpartei Hessen statt. Mehrere Stunden lang informierten die Piraten trotz Nieselregens Passanten über die geplanten Änderungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags und deren Auswirkungen. Die Piratenpartei kritisiert an dem Vertragsentwurf, dass hiermit der Zensur - wie schon mit dem Zugangserschwerungsgesetz - Tür und Tor geöffnet werden könne.
Update: Der aktuellen Arbeitsentwurf des JMStv wurde der Piratenpartei wie versprochen zugeschickt und im Wiki veröffentlicht.
Am 24. Februar 2010 soll der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Rundfunkkommission vorgelegt, und dann am 25. März 2010 bei der Konferenz der Regierungschefs der Länder abgesegnet werden. Nach Meinung der Piratenpartei Hessen soll mit diesem Vertrag das umgesetzt werden, was mit dem Stopp-Schilder-Gesetz begann: Der Aufbau einer Zensurinfrastruktur für das Internet. Die Piratenpartei lehnt dies entschieden ab und wird im Rahmen einer Mahnwache am 23.02.2010 vor der Staatskanzlei in Wiesbaden dagegen protestieren.

Bundespräsident Horst Köhler hat heute das als Zugangserschwerungsgesetz bezeichnete Zensurgesetz unterzeichnet. Auf seiner Webseite verkündet ein Text schlicht:
Es bestanden keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken, die ihn an einer Ausfertigung gehindert hätten. Der Bundespräsident geht davon aus, dass die Bundesregierung entsprechend ihrer Stellungnahme vom 4. Februar 2010 nunmehr "auf der Grundlage des Zugangserschwerungsgesetzes" Kinderpornographie im Internet effektiv und nachhaltig bekämpft.
Auf der "Marina Kassel" versammeln sich am kommenden Wochenende (12.-14.Februar) Piraten aus ganz Deutschland in der Jugendherberge in Kassel. Insgesamt werden etwa hundert aktive Piraten anreisen, Piraten aus den Landesverbänden und Mitglieder der Länder- und Bundesvorstände.
Das stärkste Wahlergebnis erzielte die Kasseler Gruppe, dort wurden die Piraten mit 9,3% drittstärkste Kraft. In Gießen konnten die Hochschulpiraten mit 4,8% der Stimmen zwei Plätze im Parlament gewinnen.
Die Piratenpartei Hessen gratuliert den Hochschulgruppen zu Ihren Erfolgen. "Unsere Hochschulen in Hessen sind die Quelle für frische Ideen und kreative Kultur," so Michael Starck, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Hessen. "Deshalb freut es uns besonders, dass die Ideen von Freiem Wissen und OpenAccess bei den Studenten so viel Anklang finden!"
Die Kreisverbände Main-Kinzig, Offenbach-Land und Darmstadt schließen sich dem bundesweiten ELENA-Infotag der Piratenpartei an: Am 30. Januar 2010 wird es ab 10:00 Uhr Infostände zu diesem Thema in mehreren Orten innerhalb der genannten Kreise und kreisfreien Städte geben. Die Stände befinden sich in
Roland Koch greift mal wieder ganz tief in die Kiste der Stammtischparolen. Eine Arbeitspflicht für Hartz IV-Empfänger fordert er diesmal. Sozialschmarotzern müsse die Faulenzerei verleidet werden, so tönt er sinngemäß. Zur Arbeit müsse man sie notfalls zwingen, auch niederwertige Arbeit sei zumutbar.
"Wir möchten Herrn Koch an dieser Stelle an das Grundgesetz erinnern, das auch in Hessen Gültigkeit besitzt", so Christian Hufgard, Pressesprecher der Piratenpartei Hessen. "Dort steht in Artikel 12 ganz eindeutig: 'Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht. Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.'"
Heute vor exakt 10 Jahren wurde eine Pressekonferenz abgehalten, wie sie in der Geschichte der Bundesrepublik bis dahin einmalig war. Die CDU musste öffentlich eingestehen, massiv und vorsätzlich gegen Gesetze verstossen zu haben. Roland Koch versprach damals "brutalstmögliche Aufklärung". Doch was folgte war brutalstmögliche Verschleierung.
"Ihr braucht uns nicht scannen - wir sind schon nackt!" Unter diesem Motto veranstaltete die Piratenpartei heute am 10.01.2010 deutschlandweit an Flughäfen Flashmobs um ganz klar Stellung gegen den Einsatz von Nacktscannern zu beziehen. In Hessen war der Frankfurter Flughafen Schauplatz für eine künstlerische Umsetzung der Problematik.
Punkt 14 Uhr hieß es "Sicherheitskontrolle!" für Flug GO1984, der interne Codename für die Aktion in Anlehnung an George Orwells Dystopie "1984". Sechs Piraten aus Hessen und Rheinland-Pfalz legten ihre Kleidung ab und hielten Schilder mit der Aufschrift "Letzte Freiheitskämpfer vor dem Überwachungsstaat" und "Sicherheit ist eine Illusion! Intimsphäre ist Menschwürde" vor sich.