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Spionagemuseum im Dagger Complex

Dagger-Komplex, fotografiert von Joachim S. Müller

Ein Piratengedanke von Joachim S. Müller

Schön, dass das Darmstädter Echo über das kulturpolitische Rundgespräch am Mittwochabend im Theater im Pädagog TIP berichtet. Wunderbar auch, dass der Stadtverordnete und erneute Kandidat der Piratenpartei Darmstadt Roland Cuny als erster genannt wird.

Schade aber, dass mit der Bezeichnung als "lustiger Moment" die geniale Idee der Piratenpartei Darmstadt, ein Spionagemuseum im Dagger Complex einzurichten, als etwas dargestellt wird, dass man eher als unrealistisch ansehen könnte. Unrealistisch ist dieser Programmpunkt aber ganz und gar nicht.  Ernster können wir kaum sein, bei einem Kernpunkt piratischer Politik: Informationelle Selbstbestimmung und Transparenz darüber, wie Staaten diese missachten.

Man geht davon aus, dass auf dem Dagger Complex verschiedene Geheimdienste und nachrichtendienstliche Einheiten der Vereinigten Staaten Spionage betreiben, zum Teil in einem unterirdischen Komplex. Wir fordern dort die Arbeitsplätze der Spione besten so zu lassen, wie sie sind, damit zukünftige Besucher des dort einzurichtenden Museums sich selbst ein Bild darüber machen können, wie Staaten ihre eigenen Bürger und die befreundeter Staaten ausspionieren lassen.

Dass es diesem Vorschlag absolut nicht an nötigem Ernst mangelt, zeigt die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in Leipzig, in dem vorher die Bezirksverwaltung für Staatssicherheit untergebracht war, die das Gebäude vom Innenministerium der Sowjetunion übernommen hatte.

In diesem Museum wird heute vor allem über Geschichte, Struktur und Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR informiert. Ein Äquivalent über die Spionagetätigkeit im Griesheimer Sand auf der Gemarkung der Wissenschaftsstadt Darmstadt sehe ich als unverzichtbar an.

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