Piratengedanken

Piratengedanken ist eine Rubrik für Gedanken von Piraten, die nicht unbedingt abgestimmte Parteimeinungen sind.

Piratenkrippenspiel

Krippenspiel für 6 Personen (von der PPH Weihnachtsfeier 2009/2010)
 
Maria
Josef
Pikönig
Engel
Hirte/Basis
Erzähler
 
Prolog
 
Erzähler, auf der Seite der Bühne an einem Pult stehend:
 
Es war zu der Zeit, als König Schäublis das Land regierte. Er verfügte, dass sich jeder registrieren lassen müsse, auf dass er ihn immer wieder fände. Menschen strömten durchs Land, denn man musste sich diesen kleinen Chip in seinem Geburtsort abholen - dem Ort, an welchem auch die Fingerabdrücke gespeichert waren. 

Wie unabhängig ist unsere Politik wirklich?

Geldscheine
Foto: 1suisse (cc-by-nd)

Politische Parteien werden mit Schlagworten beschrieben. Die SPD ist die "Arbeiterpartei", die CSU gilt als Partei der Bayern. Und seitdem ich mich für Politik interessiere heißt es von der FDP, sie sei die "Klientelpartei" der Besserverdienenden.

All das sind Klischees, zweifelsohne. Und Klischees haben einen Vorteil: Sie sind plakativ und praktisch. Plakativ, weil sie mit einem oder wenigen Worten komplexe Sachverhalte zusammenfassen, worin letztlich auch ihr praktischer Nutzen liegt. Ob das so Vermittelte den Tatsachen entspricht ist dabei oftmals zweifelhaft. Aber gerade in der Politik scheinen Wahrheiten ja oftmals weit weniger wichtig als das Bild, das nach außen gezeichnet wird.

Unsere größte Stärke ist unsere größte Schwäche

Warum die Organisation eines Parteitages für alle Piraten so schwer fällt

Wir Piraten haben einige Stärken, dazu gehören Dezentralisierung und Mitmachkultur. Leider sind diese Stärken bezogen auf die innerparteiliche Organisation unsere größten Schwächen, denn sie erschweren, ja möglicherweise verhindern es sogar, brauchbare Lösungen für die Mitbestimmung zu finden. Dann gibt es noch die einzuhaltenden gesetzlichen Vorgaben für Parteien wie das Recht auf geheime und persönliche Vorstandswahlen und schon stehen wir vor Riesenproblemen.

Entlassung für sechs Maultaschen

„Es handelt sich nicht um zwei, drei oder vier, sondern um sechs Maultaschen.“ So die Richterin zur Bestätigung des Urteils. Genau. Und nach 17 Jahren Betriebszugehörigkeit wird einem die Regel, dass man Essen der Pflegebedürftigen nicht mit nach Hause nehmen darf, sondern in den Müll schmeißen muss, ja hoffentlich in Fleisch und Blut übergegangen sein, oder?

Häuft sich dieser Tage. Die Kündigungswelle wegen Nichtigkeiten meine ich. Vor einer Woche der Fall der Sekretärin, die sich am Buffet bediente, im Januar 2008 verlor eine seit 31 Jahren im Betrieb angestellte Supermarktkassiererin den Job wegen angeblicher Unterschlagung zweier Pfandbons im Wert von 1,30EUR, und vor gut einem Jahr mussten zwei Backwarenfachverkäufer für den Verzehr von Brotaufstrich im Wert von 10Cent gehen.

Klingt fast als sollten wir auf etwas vorbereitet werden. Deutschlands Arbeitgeber haben ein großzügiges Herz. Aber wehe dieses wird ausnutzt. Man muss ja froh sein, wenn man Arbeit hat. Von wegen mal eben ins Internet und die Weihnachtsgeschenke vom Bürostuhl aus besorgt. Hat sich. Ab sofort gibt’s kein Pardon mehr. Arbeitswillige gibt es schließlich genug.

Nach eigenen Angaben sei es im Altersheim Gang und Gäbe gewesen, sich von übrig gebliebenem Essen der Patienten etwas mit nach Hause zu nehmen. Warum auch nicht? Landet das Essen doch sonst im Müll. Das angeblich zerrüttete Vertrauensverhältnis ist demnach wohl kaum der wahre Grund. Eher die Tatsache, dass die Dame schon 58 ist. Und eine Abfindung von 18.000.-EUR für das vorzeitige Ausscheiden aus dem Betrieb vorher abgelehnt hatte.

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