Richtigstellung zum Thema "FREIE UNION und Piratenpartei bündeln Kräfte in Hessen"

Heute wurde vom deutschen Depeschendiest (ddp) eine Nachricht veröffentlicht, die Freie Union Hessen habe eine Zusammenarbeit mit der Piratenpartei Hessen beschlossen. Dem ist nicht so. Es handelte sich um einen ersten Gedankenaustausch.
 
Zutreffend ist, dass gestern auf dem Stammtisch der Piratenpartei in Hofheim Besucher der Freien Union anwesend waren. Ramin Peymani, Vorsitzender der Freien Union Hessen, war in Begleitung seines Vorstandskollegen Hans-Udo Sattler einer Einladung von Uwe Schneider, dem Vorsitzenden der Piratenpartei Hessen, gefolgt.
 
Alle unsere Stammtische sind öffentliche Veranstaltungen. Wir sprechen dort mit jedem Besucher, unabhängig von einer etwaigen Parteizugehörigkeit. Es wurden dort keine Vereinbarungen über eine Zusammenarbeit getroffen. Dies würde eklatant dem Prinzip der basisdemokratischen Mitbestimmung innerhalb der Piratenpartei widersprechen.
 
Wir distanzieren uns von der Pressemitteilung der Freien Union (http://hessen.freieunion.de/news.php?s=read&id=41) und bedauern, dass diese zur Vermeidung von Missverständnissen nicht zuvor mit uns abgesprochen wurde.
 
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Kommentare

Ihr müsst Euch im klaren sein...

... das Euer Vorstand basisdemokratisch gewählt wurde und zwischen den Parteitage daher entspechend legitimiert ist, Entscheidungen zu fällen. Wenn erst zu jedem Beschluss ein Parteitag notwendig wäre, würdet Ihr nicht handlungsfähig sein. Diese Verantwortung muß Euer Vorstand begreifen, bevor er solch Gespräche führt.

Ein Freund

So funktionieren wir Piraten

So funktionieren wir Piraten aber nicht!

Der Vorstand ist legitimiert die Verwaltung und das tagespolitische Geschäft zu führen.
Parteipolitische Entscheidungen trifft die Basis an Parteitagen. Handlungsunfähigkeit kann ich dabei nicht erkennen.

Zudem dienen unsere Stammtisch dem offenen und unverbindlichem Austausch. "Solch Gespräche" haben gar nicht statt gefunden. Es ist ein riesen Unterschied, ob eine theoretische Möglichkeit besprochen wird oder ob es um tatsächliche konkrete Taten geht, was hier nicht der Fall war.

wiesbadner kurrier

die schreiben das auch gerade auf ihrer webseite, dass die piratne und die fu kooperieren:
http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rhein-main/8360127.htm#kommentar

FU Pressemitteilung

Also ehrlich gesagt glaube ich nicht an ein Missverständnis..

1. In der FU Pressemitteilung steht, dass das Treffen von der FU initiert wurde.

2. Wird doch gezielt von gemeinsamen Wählerlisten gesprochen. Wie konnte so ein Thema überhaupt beredet werden ? Ich dachte die Listen werden basisdemokratisch entschieden.

3. Warum gibt man sofort eine Pressemitteilung heraus ohne die Piratenpartei vorher über den Inhalt zu informieren ?

Als Teilnehmer diese Treffens

Als Teilnehmer diese Treffens kann ich nur sagen, dass das ganze ein Kommunikationsproblem zu seien scheint. Es wurde nicht deutlich genug gesagt, dass wir jegliche Zusammenarbeit erst basisdemokratisch entscheiden müssen. Die Leute von der FU sind nach diesen Gesprächen davon ausgegangen, dass dies nicht nötig sei. Diese Partei funktioniert eben auch wie andere Parteien, die nicht basisdemokratisch sind. Aus diesem Grund sind sie auch davon ausgegangen, dass dieses Gespräch mit unserem Vorstand ausreicht. Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass jeder außenstehende versteht, wie unsere Partei funktioniert. Ich hoffe deswegen, dass das mit der FU geklärt wird.

Mir ist unter anderem nicht bekannt, dass die FU eine rechtsradikale Partei ist. Deswegen glaube ich eher, dass mein anonymer Vorkommentator anscheinend etwas in seiner ideologischen Welt eingeschränkt ist.

Basisdemokratie

Hallo,
ich bin froh, wenn das Abstimmungsinstrument aus Berlin oder Niedersachsen richtig geht. Dann könnte man solche Fragen in ein paar Tagen von der Basis entscheiden lassen.

Bis dann
LG von Jürgen

Und genau diese mangelnde

Und genau diese mangelnde Basisdemokratie ist ein wichtiger Grund, uns nicht vor deren Karren spannen zu lassen und ihnen Zugang zu unseren Kommunal-Listen zu gewähren!

 

Davon abgesehen: Eine Partei, in der eine Person (Frau Pauli) alles von oben herab diktiert wird, in der Kritiker dieser Frau Pauli einfach so raus geschmissen und vom weiteren Verlauf eines Parteitags ausgeschlossen werden können, kann ich nicht als demokratisch bezeichnen, zumindest nicht aus der Sicht eines Piraten.

 

Die Demokratievorstellungen unserer Parteien scheinen sich so krass zu unterscheiden, dass ich den Sinn einer Zusammenarbeit nicht erkennen kann. Ebenso frage ich mich, ob es uns nicht eher schaden als nutzen würde, gemeinsame Listen mit einer 0,02%-Partei aufzustellen.

Die Wahrheit ist das erste Opfer!

Wenn zwei sich streiten, ginge die Rechnung auf.

Stoppschild für das Nazi-Gesindel!

ungeschickt

das Wort "ersten" bei Gedankenaustausch (2.Zeile) ist etwas ungeschickt formuliert. Bitte streichen.

Denke, das kann so bleiben.

Denke, das kann so bleiben. Denn es spricht nichts dagegen, weiterhin Gedanken auszutauschen. Natürlich immer unter dem Vorbehalt der gemeinsamen Vergangenheit. Sich mehrmals mit einem politischen Mitbewerber zu treffen und zu diskutieren ist nichts verwerfliches. Bitte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, sonst wird in Zukunft über so einen Mini-Text eine Woche diskutiert, bevor er veröffentlicht wird.

Erster Gedankenaustausch

Erster Gedankenaustausch liest sich so, als wären weitere geplant. Ich hoffe stark, dies ist nicht der Fall.

Gegendarstellung fordern?

Man könnte ja beim ddp, Frankfurter Rundschau ja mal eine Gegendarstellung fordern. Immerhin haben die das publiziert, ohne noch die vielbesagte zweite Quelle zu recherchieren.
Gruß aus Oldenburg!

Der ddp wurde von uns

Der ddp wurde von uns informiert und sicherte uns zu, unsere Gegendarstellung zu berücksichtigen. Jetzt haben wir halt nur das übliche Problem: Sobald eine Information einmal im Umlauf ist, kann sie nicht mehr zurückgeholt werden.

keine kooperation bitte!

ich habe bei der fu ein sehr ungutes gefühl, die parteispitze diktiert viel zu viel.

eine zusammenarbeit mit dieser partei wäre im moment ein verrat an den zielen die die partei hat.

Swobjack

Danke für die schnelle Richtigstellung! Nicht gegen die FU aber da wäre man sich ja zwischen Tür und Angel ganz schnell einig gewesen und das glaube ich weniger bei einer basisdemokratischen Entscheidung.

Nun ja, bei der FU scheint es

Nun ja, bei der FU scheint es ja Gang und Gäbe zu sein, dass ihnen von oben herab (von Frau Pauli) alles diktiert wird, von daher wundert es mich nicht, dass sie Uwes Aussagen (siehe ML Hessen) (absichtlich ?) fehlinterpretiert haben.

Ich bin jedenfalls froh, dass es keine Zusammenarbeit mit der FU gibt. Ich halte diese Partei für höchst unseriös und undemokratisch. Man muss sich nur einmal ansehen, wie dort mit Pauli-Kritikern umgesprungen wird.
Auch in Sachen Transparenz haben sie erhebliche Defizite, siehe den Presseausschluss bei ihrem letzten Bundesparteitag- Für uns Piraten ein absolutes NoGo!

Zusammenarbeit mit FU

Selbstverständlich hat Frau Pauli ein übertriebenes Selbstinszenierungsbedürfnis, aber ihre politischen Einstellungen halte ich doch für sehr sympathisch. Sie ist unangepasst, kritisch. liberal und tolerant eingestellt. Ich denke, dass sie grundsätzlich als Piratin geeignet wäre. Aus meiner Sicht sollten die Piraten offen sein für die Zusammenarbeit mit anderen freiheitsorientierten, antifaschistischen außerparlametarischen Gruppierungen.

Aha. Kritiker einfach so aus

Aha. Kritiker einfach so aus der Partei schmeißen und von der Teilnahme an einem Bundesparteitag ausschließen ist also demokratisch und sympathisch?

Ich möchte Frau Pauli niemals bei den Piraten sehen. Frau Pauli denkt nur an eines: Frau Pauli.